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Wahlkreis 173 / Gießen

Dr. Stephan Krüdener tritt für „die Basis“ als Direktkandidat an

Dr. Stephan Krüdener

Die im Juli 2020 gegründete „Basisdemokratische Partei Deutschland“ („die Basis“) tritt in allen Bundesländern erstmals zur Bundestagswahl im September an. In Hessen will sie darüber hinaus auch in allen Wahlkreisen Direktkandidaten ins Rennen schicken. Für den Wahlkreis 173 / Gießen nominierte man dafür am vergangenen Freitag Dr. Stephan Krüdener aus Heuchelheim als einzigen Kandidaten. Die Wahlkreisversammlung wählte ihn schließlich mit 13 Ja-Stimmen bei 3 Enthaltungen.

Der 59-jährige verheiratete Vater zweier Kinder stammt aus der Wetterau und arbeitete nach Studium und Promotion im Fach Physik an der Universität Gießen bis 1997 am dortigen physikalischen Institut als wissenschaftlicher Hochschulassistent, bevor er in die IT-Branche wechselte. Inzwischen ist er dort seit 2013 freiberuflich als Unternehmensberater tätig. Zuletzt war er von 2018 bis 2020 auch als Interims-Professor für Wirtschaftsinformatik an der THM in Gießen tätig.

Im Rahmen seiner Bewerbung bezog Dr. Krüdener Stellung zu aktuellen politischen Themen, die aus seiner Sicht auf die politische Agenda der Basisdemokraten gehören: „Vorbehaltlich der Tatsache, dass wir uns als Basisdemokraten verpflichten, letztlich immer zunächst den Konsens der Mitglieder zu suchen, sehe ich persönlich einige grundlegend neue Weichenstellungen als unabdingbar für unsere Republik, die derzeit nicht nur auf die schlimmste Wirtschaftskrise der Nachkriegszeit zusteuert, sondern insbesondere auch erschreckende Demokratiedefizite aufweist!“ Als Beispiele nannte er die Neufassung des Infektionsschutzgesetzes, das nun in Teilen weder der parlamentarischen Kontrolle, noch der Gerichtsbarkeit durch die Verwaltungsgerichte unterliege. Die Gewaltenteilung sei auch in vielfältiger anderer Weise beeinträchtigt. „Letztlich haben sich die Altparteien eine Machtfülle erworben, die es wieder auf das Maß des Grundgesetztes zu beschränken gilt. Die Justiz gehört als Behörde vollständig vom Weisungsrecht der Ministerien abgetrennt, wie es der Europarat für Deutschland fordert.“ Auch die Rolle der Medien sehe er kritisch, wenn diese nicht mehr ihre ureigene investigative Aufgabe annehmen und Regierung und Parlament kritisch hinterfragen würden. Meinungszensur sei verfassungsfeindlich und dürfe vom Volk als Souverän niemals hingenommen werden! Gesundheitspolitik sei „Daseinsfürsorge des Staates“. Der Sektor der stationären Versorgung gehöre auf absehbare Zeit wieder überführt in die öffentliche Hand. „Es war ein gigantischer Trugschluss der Politik, das Thema Krankheit zu kapitalisieren“.

Schließlich sei in der Außen- und Verteidigungspolitik aus seiner Sicht mittelfristig eine völlige Neuorientierung dringend notwendig. „Deutschland darf nicht Teil einer aggressiven EU und NATO unter US-Führung sein, die durch ihr Vorgehen unsere osteuropäischen Nachbarn gegeneinander und letztlich gegen uns aufbringt“. Den Frieden in Europa könne man nur unter Beachtung der Souveränität der Einzelstaaten und des Völkerrechtes bewahren und nicht durch noch mehr Zentralismus und Bürokratie, wie ihn die EU in ihrer derzeitigen Konstitution zelebriere.